Re: Procedere - Vielen Dank & noch zwei Fragen
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Geschrieben von Alexandra am 24. Juni 2003 09:45:45:
Als Antwort auf: Re: Procedere - Vielen Dank & noch zwei Fragen geschrieben von Singa am 23. Juni 2003 19:57:43:
>Wie wichtig ist so ein Zyklusthermometer? Die Profamilia-Beraterin meinte, ich sollte eins kaufen, weil es genauer misst. Genauer als ein digitales? Mit was messt Ihr?
Die Thermometer in den Computern sollen Präzisionsthermometer sein. Ich selber habe mit normalen digitalen Thermometern schlechte Erfahrungen gemacht, weil die Schwankungsbreite bei Testmessungen (Messungen direkt hintereinander, 3 Minuten) viel zu hoch waren. Quecksilberthermometer sind da wirklich präzise. Meine Kurven sind auch viel gleichmäßiger/eindeutiger als die, wo ich mit einem digitalen Fieberthermometer gemessen hatte. Mittlerweile bin ich beim Zyklothermometer von Geratherm (quecksilberfrei, 14,40 € PZN: 2484491) angelangt und komme damit sehr gut zurecht. Die Quecksilbervariante gibt es von Cyclotest (ca. 16 €) und Ovula (ca. 10 € www.ovula.de). Das Cyclotest hat eine Skala mit einer Abweichung, wobei der "Nullpunkt" 36,9 °C ist. -3 wäre dann 36,6 °C usw. Die Skalen der Thermometer sind alle sehr gut ablesbar, was man von einem normalen Quecksilberthermometer nicht behaupten kann. Beim Geratherm-Zyklothermometer fällt die Säule nach dem Messen nicht wieder etwas ab, wie es beim Quecksilberthermometer der Fall ist. Beim Messen steigt die Säule langsamer an, als beim Quecksilber-Thermometer. Und das Herunterschlagen dauert auch etwas länger. Weil mir schon ein Quekcsilberthermometer mal kaputt gegangen ist und ich weiss welche Sauerei das gibt, habe ich zur quecksilberfreien Variante gewechselt.Nun, das sind meine Erfahrungen. Wichtig beim Thermometer ist halt nicht unbedingt die perfekte Präzision (absolute Temperatur), sondern dass die Abweichungen genau sind (relative Abweichung), um einen Temperaturanstieg eindeutig festzustellen. Mit einem normalen digitalen Thermometer (zweistellig hinter dem Komma) hatte ich da meine Schwierigkeiten.
Wenn man sinnvollerweise die Schleimbeobachtung oder Muttermundbeobachtung hinzuziehen will, braucht man sich keinen teuren Verhütungscomputer kaufen, der nur ein besserer digitaler Thermometer (nicht mehr präziser als ein Quecksilber-Thermometer) ist und die Auswertung der Temperatur übernimmt. Ein herkömmliches viel billigeres Thermometer und zwei Minuten Zeit für die Aufzeichnung und Auswertung tuns auch. Wie in den Büchern der Arbeitsgruppe NFP und dem von Rötzer wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man sich alleine auf die Temperaturmethode nicht verlassen kann und die Schleimbeobachtung notwendig für eine sichere Anwendung ist.
Ich hoffe, ich habe dir geholfen. Um alles zusammenzufassen: Neue teure digitale Techniken sind zwar schön (für den der das Geld hat) aber bewährte "analoge" Methoden sind genauso gut. Teuer heisst nicht gleich mehr Sicherheit, höchstens mehr Bequemlichkeit.
- @Alexandra Singa 24.6.2003 14:23 (0)
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